Essen und Nostalgie
Nur wenige Dinge wecken so unwillkürlich nostalgische Gefühle wie Speisen von früher. Ein einziges Aroma oder ein vertrauter Duft können uns im Nu in eine andere Zeit oder an einen anderen Ort zurückversetzen.
Weihnachten in Rom ist magisch und die Römer genießen es in vollen Zügen. Die ganze Weihnachtszeit über durchdringt t der Duft gerösteter Kastanien die Stadt, Chöre singen festliche Lieder und die Schaufenster funkeln im hellen Licht.
Beginnen Sie Ihre festliche Erkundungstour mit dem Besuch der Presipi, die zu den ältesten und heiligsten Traditionen Roms gehören. Diese dekorativen Weihnachtskrippen sind ein so wichtiger Bestandteil der Festlichkeiten, dass die Stadt jedes Jahr eine Ausstellung im Sale del Bramante mit über 100 verschiedenen Presipi organisiert.
Falls Sie das Glück haben, an Heiligabend in Rom zu verweilen, gibt es ein ganz besonderes Festmahl, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Am 24. Dezember genießen italienische Familien meist gemeinsam ein traditionelles Meeresfrüchte-Gericht. Freuen Sie sich auf ein üppiges Festmahl, zu dem das beliebte lokale Gericht Baccala (getrockneter Kabeljau) und jede Menge Fritti (köstliche, kleine gebratene Fische) gehören.
Verdauen lassen sich diese unwiderstehlichen saisonalen Leckereien am besten bei einem Spaziergang über Roms berühmtesten Weihnachtsmarkt auf der Piazza Navona. An den glitzernden Holzständen kann von traditionellen Festtagsspeisen über kleine Geschenke für den Weihnachtsstrumpf bis hin zu handgefertigtem Spielzeug so ziemlich alles gekauft werden.
Nachdem Sie sich mit Geschenken und weihnachtlichen Leckereien eingedeckt haben, können Sie über die Brücke zum Petersplatz spazieren, um den spektakulären Weihnachtsbaum des Vatikans zu bewundern. In diesem Jahr wurde der Baum von der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien gespendet. Begleitet wird er von einer außergewöhnlichen Krippe, die vollständig aus Sand besteht. Gäste, die Weihnachten in Rom verbringen, sollten unbedingt versuchen, Karten für die Mitternachtsmesse im Petersdom oder den Urbi-et Orbi-Segen am ersten Weihnachtsfeiertag zu ergattern.
Der Dreikönigstag mag anderswo das Ende der Festlichkeiten markieren, in Rom ist er allerdings ein echtes Freudenfest. Die Italiener berücksichtigen nicht nur seinen christlichen Ursprung, sondern feiern Dreikönige auch als die Zeit, in der „La Befana“, eine runzelige Hexe, auf einem Besen reitet, um Spielzeug und Süßigkeiten an brave Kinder zu verteilen. Erleben Sie die aufgeregte Freude, wenn bei dem Umzug Viva la Befana, der in der Via della Conciliazione beginnt und bis zum Petersplatz führt, gesungen und getanzt wird.
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Nur wenige Dinge wecken so unwillkürlich nostalgische Gefühle wie Speisen von früher. Ein einziges Aroma oder ein vertrauter Duft können uns im Nu in eine andere Zeit oder an einen anderen Ort zurückversetzen.
Im Advent zeigen sich manche Städte besonders stimmungsvoll: Die Straßen sind festlich geschmückt und ein Gefühl von Geborgenheit liegt in der Luft. Edinburgh, München und Mailand sind im Winter geradezu zauberhaft und die Atmosphäre in jeder Stadt ist einzigartig. Alle drei laden dazu ein, die Festtage dort zu verbringen und sich einfach treiben zu lassen.
Die Grand Tour gibt es zwar so nicht mehr, dies hat aber auch seine Vorteile. Was einst ein jahrelanges Ritual war, ist heute für alle erreichbar, die neugierig genug sind, es zu wagen. Es gibt im Vergleich zu damals auch keine festgelegte Liste der Sehenswürdigkeiten mehr, sodass Reisende Goethes ursprünglichem Impuls folgen können: sich dort aufzuhalten, wo die Gegenwart geschrieben wird, ebenso wie dort, wo die Vergangenheit bewahrt wird. Unsere Reise durch Mailand, Florenz und Rom beginnt heute wie damals im Norden…