Erleben Sie die Nijinsky Suite des Hotel de Russie im Tanzschritt

Unmittelbar vor der Performance stellt sich eine stille Magie ein. Ein subtiles Knistern der Erwartung liegt in der Luft. Musik wird zur Kunst der Vorbereitung – einstudierte Emotionen, noch bevor die Bewegung beginnt. 

So kann es auch in den Tagen vor einer Reise sein, wenn die Vorbereitung bereits zu Hause beginnt. Vielleicht begleitet Sie Strawinsky beim Packen, Musik, die für Körper in Bewegung geschaffen ist, und den Takt vorgibt, noch bevor es losgeht. Alles ist bereit. Die Bühne ist Rom.

Einmal angekommen, offenbart sich die Stadt auf dem Weg zum Hotel de Russie in Fragmenten – Fassaden, Säulengänge, Lichtspiele auf Stein. Die Erwartung wächst. Auf Ihrer Playlist folgt Parade von Erik Satie, das wegweisende Werk, choreografiert von Jean Cocteau, der hier einst zu Gast war und den Secret Garden als ein „Paradies auf Erden“ bezeichnete.

Bei der Ankunft nimmt die imaginäre Bühne Gestalt an. Jenseits der Lobby eröffnet sich der Secret Garden, belebt von illuminierten Tänzerfiguren des italienischen Künstlers Angelo Bonello. Mit der Ballerina Sequence entsteht eine poetische Choreografie im Raum – schwebend zwischen Stille und Bewegung.

Aus dieser verzauberten Welt von Musik und Tanz – seit jeher bewohnt von Künstlern und Musen – schöpft die Nijinsky Suite, der Rahmen Ihres Aufenthalts, ihre Inspiration …

Die Suite trägt den Namen von Vaslav Nijinsky, einer wahren Koryphäe der Ballettkunst und langjährigem Gast des Hauses, und greift die Qualitäten auf, die seine Auftritte prägten. Auf der Bühne schien er zu schweben – getragen von der Spannung zwischen Kraft und Fragilität. Diese Spannung durchzieht den gesamten Raum und zeigt sich in kraftvollen Farbkontrasten sowie stillen Nuancen in einer Atmosphäre, die sich mühelos von meditativer Ruhe zu abendlicher Dynamik verwandelt.

Vaslav Nijinsky – ein Leben für den Tanz

Nijinsky wurde 1889 geboren, widmete sein Leben kompromisslos dem Ballett und wurde als größter männlicher Tänzer des 20. Jahrhunderts gefeiert. Seine Ausbildung an der renommierten Kaiserlichen Ballettschule in Sankt Petersburg führte ihn direkt in den Rang der Coryphée, sodass er von Beginn seiner Karriere an in Hauptrollen auftrat – eine seltene Auszeichnung in der Welt des Balletts.

Zuschauer auf der ganzen Welt waren gebannt von seinen spektakulären Sprüngen, die ihn schwerelos wirken ließen, von seinem dramatischen Ausdruck, seinen feinfühligen Interpretationen und seiner Fähigkeit, en pointe zu tanzen – eine Fertigkeit, die zu seiner Zeit nur wenige männliche Tänzer meisterten. 

Sein Weg führte ihn von Moskau und Paris über den Atlantik bis nach Amerika, wo er gewagte, innovative Choreografien zeigte. Für Komponisten wie Igor Strawinsky und Claude Debussy entwickelte er eigene Stücke, und seine revolutionäre Choreografie zu Le Sacre du Printemps wird bis heute aufgeführt – mehr als ein Jahrhundert nach der Uraufführung im Théâtre des Champs-Élysées in Paris.

Eine Ode an Nijinsky in Rom

Nijinskys Welt besitzt eine unwiderstehliche Faszination: der Glanz von rotem Samt, die Präzision der Bewegung, der Augenblick kurz vor dem Applaus, wenn der Zauber noch ungebrochen ist. Die Nijinsky Suite bewahrt dieses Gefühl und verwandelt es in Raum, Materialität und Licht.

In ihr spiegeln sich seine Eleganz und Gelassenheit wider, vereint in einem harmonischen Zusammenspiel aus klassischen italienischen Antiquitäten und einzigartigen modernen Objekten, die von Lady Olga Polizzi sorgfältig ausgewählt wurden. 

Beim Betreten der Bühne von links gibt erneut der Klang den Ton an – sei es eine Komposition aus Nijinskys Epoche oder Musik, die von seinen Balletten inspiriert ist. Während man sich durch die Suite bewegt, lädt sein fesselndes Schwarz-Weiß-Porträt zum Verweilen ein, ebenso wie Statuen und Kunstwerke, deren skulpturale Linien seine Anmut subtil aufnehmen.

Eine tiefrote Akzentwand, gesäumt von Büchern, verleiht dem Raum Tiefe und Dramatik und erinnert an die expressiven Farbwelten der Ballets Russes und die lebhaften Kostümentwürfe Léon Baksts, in denen Farbe Emotion und Körperlichkeit intensivierte.

Treten Sie auf die Terrasse und lassen Sie den Blick über die Dächer Roms und den Secret Garden des Hotels schweifen. Mit Einbruch der Dämmerung tritt die Ballerina Sequence erneut in den Fokus. Bis zum Frühling bleibt sie noch präsent und entfaltet eine subtile Bewegung – ein flüchtiger Moment, der gleichermaßen bewusst und traumhaft wirkt.

Vom Garten aus setzt sich der Abend nahtlos in der Stravinskij Bar fort, die Nijinskys langjährigem Partner gewidmet und ein grünes Refugium ist, das Roms kreative Szene seit jeher inspiriert. Ihr Garden Symphony-Cocktail wird Ihnen inmitten duftender Zitrusbäume serviert, untermalt von der sanften Unterhaltung im Raum. Sie lassen den Abend in Ruhe ausklingen – ein subtiler, poetischer Vorhangfall. 


Begeben Sie sich auf Nijinskys Spuren durch Rom, wo ein Aufenthalt in der Nijinsky Suite zur Ouvertüre einer größeren Erkundung wird. Durch Suites & Beyond offenbart die Stadt ihre verborgenen Rhythmen, die sich am schönsten im eigenen Tempo erschließen.


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