Eins mit der Natur

Wenn auch Sie die Headspace-App heruntergeladen, sich in Achtsamkeit geübt oder beruhigende Atemübungen in Ihrem Repertoire haben, ist ein sinnliches Waldbad möglicherweise der nächste natürliche Schritt auf Ihrer Reise ins Zen.

Die Kunst des Waldbadens bedeutet schlichtweg, dass Sie achtsam durch den von majestätischen Bäumen beschatteten Wald gehen, sich unter seinem grünen Baldachin verlieren und der Natur erlauben, Ihnen zu innerer Ruhe zu verhelfen. Marco Nieri, TED Talks-Redner und Mitautor des Buches The Secret Therapy of Trees, erklärt uns mehr über die magische Kraft des Waldes.

Lassen Sie sich von diesem italienischen Baumflüsterer inspirieren und entdecken Sie heilige Haine unmittelbar vor den Toren der Stadt Florenz. So erklärt Nieri, dass es beim Waldbaden darum geht, Stille zu finden und sich vom Netzwerk aus Bäumen überspülen zu lassen. Was normalerweise Wasser wäre, ist beim Waldbad ein Eintauchen in eine sonnenbefleckte Waldlandschaft. „Es ist ein achtsamer Waldspaziergang, bei dem man seine Sinne für die Geräusche, Eindrücke und Gefühle in der Natur schärft“, sagt Nieri.

Um uns mit der echten Welt verbinden zu können, müssen wir uns erst von der digitalen lösen. Schalten Sie Ihr Handy aus und wandeln Sie über elegant geschwungene Landstraßen bis hin zum uralten und weitläufigen Wald von Vallombrosa, der eine Autostunde vom Hotel Savoy entfernt liegt. In diesem bekannten italienischen Wald, der Milton in seinem Gedicht Das verlorene Paradies zu den gefallenen Engeln inspiriert hat, stehen Nadelbäume, die seit dem 11. Jahrhundert von Benediktinermönchen angepflanzt werden. Bitten Sie unseren Concierge Ruggero Vannini, dort eine geführte Wanderung für Sie zu organisieren.

„Das Tolle an einem Guide ist, dass man angeleitet wird und so noch tiefer und wirkungsvoller in die Natur eintauchen kann“, erläuterte Nieri, der als Trainer im Forest Therapy Hub tätig ist. „Die auf wissenschaftlicher Forschung basierenden Aktivitäten, die an den Ort und die Art der Teilnehmer angepasst werden, zielen darauf ab, einen fließenden Zustand des Wohlbefindens zu erreichen. Die Natur selbst offenbart dabei ihr regeneratives Potenzial für Körper und Psyche.“

Die gesundheitsfördernden Auswirkungen des Waldbadens – oder shinrin yoku – wurden erstaunlicherweise erst in den 1980er-Jahren erstmals angeführt und vor Kurzem bestätigt. Ärzte und Wissenschaftler fanden heraus, dass der durch einen zunehmend städtischen Lebensstil in geschlossenen Räumen hervorgerufene Stresszustand des Menschen durch ein paar Stunden langsames Spazierengehen und Entspannen in einem dichten Wald, in dem man von der Natur umgeben ist und buchstäblich in ihrer ruhigen Schönheit badet, deutlich verbessert werden kann.

Nieri, Marco
„Es ist ein achtsamer Waldspaziergang, bei dem man seine Sinne für die Geräusche, Eindrücke und Gefühle in der Natur schärft“

Nieri ist einer der Revolutionäre, die unser wissenschaftliches Verständnis von Bäumen neu definieren. Sein eigentliches Herzblut gilt der bioelektromagnetischen Energie, die Bäume aussenden, um miteinander und mit anderen Lebewesen zu kommunizieren. Nach 30 Jahren Forschungsarbeit konnte er sein Empfinden, dass Bäume gut für uns sind, anhand einer eigens entwickelten Methode endlich auch wissenschaftlich belegen.

Um das Phänomen etwas bildhafter darzustellen: Die elektromagnetische Energie von Bäumen erstreckt sich mehrere Meter um den Baum herum, genauso wie ein Tropfen Tinte im Wasser eines klaren Bergstroms verläuft und alles einfärbt. Mit einem Unterschied allerdings – die vom Baum ausgeschickte Energie versiegt nie.

Einzelne Baumarten sind außerdem reich an ätherischen Ölen, die in der Hausapotheke Einsatz finden. Man denke nur an die reinigenden Eigenschaften von Tanne, Eukalyptus und Sandelholz, den beruhigenden Duft von Zypresse und Zedernholz oder das erdige Parfum von Sandelholz. Aus dem Grund empfiehlt Nieri, sich bewusst in Wäldern mit ausreichend Monoterpenen aufzuhalten, um das Immunsystem zu stärken, das Nervensystem zu beruhigen, die Herzfrequenz zu senken und sogar die körpereigenen Zellen zur Krankheitsbekämpfung zu stärken. Unter Monoterpenen versteht man den von den Blättern verschiedener Baumarten abgegebenen flüchtigen Hauptbestandteil von ätherischen Ölen.

Die gute Nachricht ist, dass man nicht unbedingt auf ein riesiges Arboretum oder einen alten Wald angewiesen ist, um ein Waldbad nehmen zu können. Selbst die begrünte Dachterrasse eines Hotels, ein kleiner Park oder ein städtischer Wald schaffen willkommene Abhilfe. Denn schon ein einziger Waldbesuch kann sich positiv auswirken, während ein meditativer Spaziergang durch einen naturnahen Park physischen und psychischen Stress lindern kann.

Entdecken Sie die heilende Kraft des Waldbadens in den wunderschönen Boboli-Gärten in Florenz, die sich vom Hotel Savoy gut zu Fuß erreichen lassen. E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Hotels: reception.savoy@roccofortehotels.com; +39 05 527351.


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