„Kulturerbe ist keine erneuerbare Ressource. Sein Verlust bedeutet zugleich den Verlust von Wissen, Identität und Inspiration.“ Davide Usai, Generaldirektor des FAI.
Manche Orte rufen in uns ein tiefes Bewusstsein hervor. Eine überraschende Vertrautheit lässt uns fragen, ob wir diesen Weg schon einmal gegangen sind oder ob uns nur die Sehnsucht leitet. Oft entfacht die Schönheit die menschliche Reflexion und inspiriert unsere Neugier.
Davide Usai, Generaldirektor des Fondo per l’Ambiente Italiano (FAI), einer gemeinnützigen Stiftung für Denkmalpflege und Naturschutz in Italien, betont, dass Menschen von Authentizität angezogen werden. „FAI-Kulturstätten sind Orte, an denen man wieder die reine Schönheit spüren kann, frei von Bildschirmen und Ablenkungen“, erklärt er. „In einer Zeit, in der unser Alltag oft schnell, digital und ortsunabhängig verläuft, bringt uns die Arbeit des FAI zurück zu etwas Greifbarem und Dauerhaftem.“
Aus einem gemeinsamen Verständnis und wirklicher Begeisterung für das Kulturerbe entstand die Partnerschaft zwischen Rocco Forte Hotels und FAI. Beide teilen die Liebe zum italienischen Erbe und laden uns dazu ein, innezuhalten und die tiefere Bedeutung der Kulturstätten zu entdecken, die wir besuchen.
„Kulturerbe ist keine erneuerbare Ressource. Sein Verlust bedeutet zugleich den Verlust von Wissen, Identität und Inspiration.“
Kaum ein Land ist so charmant wie Italien. Es ist reich an Kunst und Architektur und strahlt eine selbstbewusste Identität aus, in der Tradition als lebendige Erinnerung fortbesteht. Seit Jahrhunderten übt es eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Philosophen, Künstler und Ästheten aus, die ihre Geschichten mit seinen zeitlosen Landschaften verweben.
„Italiens kulturelles Erbe ist nicht nur eine Kulisse der Geschichte – es ist das Ergebnis von Jahrhunderten kreativen Schaffens, Handwerkskunst und gelebter Geschichten. Seine Bewahrung bedeutet, die Orte zu erhalten, die uns helfen zu verstehen, wer wir sind“, erklärt Davide.
Nahe dem Verdura Resort liegen unter den Zitrusbäumen des Kolymbethra-Gartens in Agrigent sowohl Charakter als auch Erinnerung verborgen. Man fühlt sich an eine längst vergangene Zeit erinnert, wenn man die üppige Vegetation sieht, die über dem antiken Geflecht aus Hypogäen und Wasserkanälen gedeiht, das sich darunter verbirgt. Von den Griechen im 5. Jahrhundert angelegt, offenbart sich die ganze Raffinesse dieses Systems erst heute, nachdem die Gärten Jahrhunderte lang auf ihre Entdeckung warteten. Was bleibt, ist ein zeitloses Vermächtnis der Hoffnungen und Träume vergangener Generationen.
„Schönheit ist kein Privileg, sondern eine gemeinsame Verantwortung“
Das Leben war nie schneller als heute. Und doch gibt es besondere Momente, die in Erinnerung bleiben und Beständigkeit haben. Die FAI-Stätten laden zum bewussten Erleben der Gegenwart ein, lassen uns jedoch auch die Jahrhunderte der sorgfältigen Kultivierung des Kulturerbes schätzen. Egal, ob Sie die ursprünglichen Erinnerungen erkunden, die diese Landschaften in sich tragen, oder jene, die in einem historischen Anwesen wie der Villa del Balbianello, unweit des neu eröffneten The Carlton, bewahrt sind – im Gefühl des Wiedererkennens regt sich etwas zutiefst Ursprüngliches in uns.
„Es ist die emotionale Resonanz dieser Momente, die uns wirklich prägt“, sagt Davide rückblickend auf seine Erfahrung in der Villa Gregoriana in Tivoli. Gut erreichbar vom Hotel de la Ville aus bewahren ihre malerischen Gärten die Relikte der Villa des Römers Manlius Vopiscus. Hier erlebte Davide das Zusammenspiel historischer Eleganz und zeitgenössischer Moderne, was durch den Denkmalschutz ermöglicht wurde, der dieses antike Refugium für die Zukunft erhält.
„Auf den Pfaden dieses Ortes wurde mir das Ausmaß dieses außergewöhnlichen Projekts bewusst: Geschichte und Technologie vereinen sich hier zu einem Erlebnis von seltener Intensität. In diesem Moment fühlte ich mich als Teil einer lebendigen, modernen Erzählung.“
Diese Gebäude sind weit mehr als Zeugnisse vergangener Zeiten: Sie gehören zu uns, ihre fragile Substanz liegt in der Obhut der heutigen Generationen. „Schönheit ist kein Privileg, sondern eine gemeinsame Verantwortung“, so Davides Appell, diese Orte mit geschärftem Bewusstsein zu verlassen. Die Bewahrung des Kulturerbes und der Schutz der gelebten Erinnerung sind Aufgaben, für die wir alle gemeinsam verantwortlich sind.
Lassen Sie sich von der Geschichte inspirieren. Unsere Concierge-Teams im The Carlton, im Verdura Resort und im Hotel de la Ville organisieren für Sie Besuche der vom FAI erhaltenen Kulturgüter, wo sich Schönheit in stillen Momenten offenbart.
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