Eine kreative Auszeit in Florenz

Florenz ist dann am inspirierendsten, wenn man sich dem Rhythmus der Stadt hingibt. Während Mailand Energie und Dynamik ausstrahlt und Rom mit entspannten Spaziergängen oder Entdeckungstouren mit der Vespa lockt, entfaltet die Geburtsstadt der Renaissance ihre Magie im gezielten Entschleunigen. Sie lädt dazu ein, ohne Eile durch ihre Straßen zu schlendern und die Schönheit dieser Stadt mit allen Sinnen auf sich wirken zu lassen. Dieses „Slow Looking“, das bewusste Sehen, verstehen wir als Gegenentwurf zum hektischen Abarbeiten endloser Sehenswürdigkeiten. Im Mittelpunkt dieses kreativen Retreats stehen Kontemplation und das reflektierte Erleben der Stadt, indem man sich Zeit nimmt und ihr Handwerk gemeinsam mit den lokalen Expertinnen und Experten kennenlernt.

Das auf der Piazza della Repubblica gelegene Hotel Savoy befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom und zur Ponte Vecchio und ist so ein inspirierender Ausgangspunkt für Ihre kreative Reise. Ein sechsminütiger Spaziergang über die Brücke und die Via Calimala hinunter zum südlichen Ufer des Arno, führt Sie ins Oltrarno. In diesem traditionsreichen Viertel finden sich historische Werkstätten, die Botteghe Artigiane, in denen Meisterhandwerker und Kunstrestauratorinnen noch immer mit jahrhundertealten Techniken arbeiten. Hier zeigt sich Kreativität in fein verarbeitetem Leder und Seidenstoffen, in Vorhängen und Handschuhen, bei Schuhmachern und Hutmachermeisterinnen. Es ist eine Freude, dabei zuzusehen, und noch mehr Freude bereitet es, selbst Teil dieses Handwerks zu werden.

Auf Ihrem Rundgang darf auf keinen Fall das Atelier von Antonio Gatto fehlen, wo jeder Hut noch von Hand gefertigt wird. „Ein Hut für sich allein ist unvollständig“, sagt er. „Erst der Mensch, der ihn trägt, vollendet ihn durch die eigene Art, ihn zu tragen, und verleiht ihm so Seele und Persönlichkeit.“ In einer ehemaligen Kapelle befindet sich das Atelier von Stefano Bemer, dem Meisterschuhmacher, der einst den Schauspieler Daniel Day-Lewis unterrichtete. Im Jahr 1999 kam der in Florenz lebende Oscarpreisträger acht Monate lang jeden Morgen an die Werkbank, um das Handwerk zu erlernen.

Diese Tradition der Wissensvermittlung zieht sich durch die Jahrhunderte – ebenso wie die Kunst des bewussten Sehens. Auch wenn Florenz oft Liebe auf den ersten Blick bedeutet und an jeder Ecke mit beeindruckenden Highlights überrascht, kann die bewusste Entscheidung, die Aufmerksamkeit jeweils auf ein einziges schönes Detail zu richten, die Verbindung zur Kreativität der Stadt vertiefen. Einen besonderen Moment der Ruhe versprechen die Fresken der Brancacci-Kapelle. In der Hochrenaissance war die Kapelle die ursprüngliche Kunstschule, in der Michelangelo und Leonardo da Vinci wochenlang Masaccios Figuren studierten, seine Regeln für Licht und Anatomie übernahmen und für ihre eigenen Werke weiterentwickelten.

Die kreative Reise endet noch lange nicht, wenn die Galerien ihre Türen schließen. Nach einer Passeggiata durch die Stadt erwartet Sie nahe dem Palazzo Pitti ein abendlicher Workshop im Buchbinderei-Atelier Giulio Giannini e Figlio, das einst zu den besonderen Stationen der Grand Tour gehörte. Sobald man hier Platz nimmt, ist die Nähe zur Vergangenheit spürbar. Das Anmischen von Ölbädern für marmoriertes Papier hat etwas Meditatives und hinterlässt ein besonderes Blatt, das Sie mit nach Hause nehmen können, begleitet von den Geschichten und überlieferten Techniken Ihrer Lehrerin Maria Giannini, einer Meisterhandwerkerin in sechster Generation, und ihrem Onkel Guido Junior.

Nachdem Sie die Werke so vieler großartiger Künstler bewundert haben, ist es an der Zeit, Ihre eigene Kreativität zu entdecken: bei einer privaten Malstunde mit dem Künstler Mario Minarini oder bei einem Nachmittag in der Scuola del Cuoio. Sie wurde gegründet, um den Waisen des Zweiten Weltkriegs ein Handwerk zu vermitteln, und diese Tradition zeigt sich bis heute in der meisterhaften Verarbeitung ihrer Taschen, Gürtel und Portemonnaies. Eine andere Facette des florentinischen Handwerks erleben Sie bei AquaFlor. In den ehemaligen Stallungen eines Palazzo komponieren Sie Ihren eigenen Duft unter der Anleitung des Meisterparfümeurs Nicola Bianchi und nehmen ein ganz persönliches Souvenir aus Florenz mit nach Hause.

Kehren Sie zum Abschluss zurück ins Hotel in die Bar Artemisia, wo Florenz’ künstlerisches Erbe lebendig bleibt. In der nach Artemisia Gentileschi, einer Wegbereiterin der Barockkunst, benannten Bar nehmen Sie Platz auf einer samtbezogenen Bank und stoßen auf ihre künstlerischen Zeitgenossen an, die scheinbar über die Wände tanzen. Hier wird jeder Moment zu einer persönlichen Begegnung mit der Vergangenheit.

Von Slow Looking und Lederhandwerk bis hin zu Malerei und Parfümerie lässt Hotel Savoy Ihre individuelle kreative Reise durch Florenz entstehen – mit exklusivem Zugang zu den Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern der Stadt und ihren jahrhundertealten Traditionen.

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